Therapieübersicht

T-Stück-Erstversorgung 

Erstversorgungssysteme mit T-Stück sind in der Regel gasbetrieben und in der Lage, einen voreingestellten, gleichbleibenden und kontrollierten inspiratorischen Spitzendruck (PIP) und positiven endexspiratorischen Druck (PEEP) zu verabreichen.

 Wirkungsmechanismen des Erstversorgungssystems mit T-Stück


Das T-Stück wird an eine Gesichtsmaske oder eine andere Schnittstelle angeschlossen, um dem Kind eine strömungsregulierte, druckbegrenzte Gasversorgung zu liefern, die die Anwendung einer kontrollierten Anfangsbeatmung ermöglicht.

Verglichen mit anderen Arten von Erstversorgungssystemen wie selbstaufblasenden Beuteln und Gasflussbeuteln bieten Erstversorgungssysteme mit T-Stück unabhängig von der Erfahrung des Anwenders einen gleichbleibenden und kontrollierten Druck.1,2 Daher sehen die aktuellen internationalen Leitlinien von ILCOR, NRP und ANZCOR die Verwendung eines Erstversorgungssystems mit T-Stück vor, wenn eine Gasquelle verfügbar ist.3–5 Ein gleichbleibender und kontrollierter Druck über ein Erstversorgungssystem mit T-Stück bietet Neugeborenen und Säuglingen eine Reihe von Vorteilen.

Das befeuchtete Erstversorgungssystem mit T-Stück ist eine Methode zur Gabe von warmem, befeuchtetem Gas an einen Säugling während der Erstversorgung. Sie kann die Inzidenz von Normothermie bei der Aufnahme auf die Neugeborenen-Intensivstation gegenüber kaltem und trockenem Gas erhöhen.6,7 Das Erstversorgungssystem mit T-Stück bietet eine Reihe von Vorteilen, die mit der Sicherheit und Wirksamkeit der Erstversorgungstherapie assoziiert sind.

Hilft, die Lunge vor Verletzungen zu schützen


Erstversorgungssysteme mit T-Stück bieten während der Erstversorgung einen gleichbleibenden und kontrollierten PIP.

PIP ist der maximale inspiratorische Druck, der erforderlich ist, um die Oxygenierung zu verbessern, ohne nachteilige Auswirkungen zu verursachen. Die Verabreichung eines kontrollierten PIP ist wichtig, da ein unkontrollierter PIP, der zu hoch ist, zu einer Lungenverletzung führen kann, während eine unzureichende Lungenfüllung möglicherweise keinen ausreichenden Gasaustausch ermöglicht.

Die Lunge eines Frühgeborenen ist bei der Geburt besonders anfällig für Verletzungen, da sie in ihrer Struktur noch nicht ausgereift ist, nicht über genügend Surfactant verfügt, mit Flüssigkeit gefüllt ist und nicht von einer steifen Brustwand gestützt wird. Tierstudien haben gezeigt, dass eine Lungenschädigung während der Erstversorgung durch nur wenige zu starke manuelle Insufflationen entstehen kann.8,9Bei unreifen Tieren kann die Beatmung bei der Geburt mit hohen Tidalvolumina in Verbindung mit der Erzeugung eines hohen PIP für einige Minuten eine Lungenverletzung, einen beeinträchtigten Gasaustausch und eine verringerte Lungencompliance verursachen.10


infant resuscitation protect the lung injury
Daten aus Messungen mit einem Erstversorgungssimulator unter Verwendung eines Perivent von F&P  durch einen qualifizierten Erstversorger.
Erstversorgungssysteme für Säuglinge erhalten die funktionelle Residualkapazität

Etabliert und erhält die funktionelle Residualkapazität

Erstversorgungssysteme mit T-Stück verabreichen einen gleichbleibenden und kontrollierten PEEP, und der Restdruck am Ende der Exspiration wird erhalten. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein angemessenes PEEP-Niveau dazu beitragen kann, die FRC während des Übergangs nach der Geburt zu etablieren und aufrechtzuerhalten..11

Den Leitlinien für die Erstversorgung zufolge wird PEEP immer dann empfohlen, wenn im Kreißsaal eine Beatmung mit positivem Druck erforderlich ist.12 Bei einem Erstversorgungssystem mit T-Stück kann der PEEP auf den gewünschten Druck eingestellt und vor der Anwendung am Patienten getestet werden.

Die Forschung hat gezeigt, dass PEEP zu einem frühen Zeitpunkt bei der Beatmung das Ansprechen auf Surfactant verbessert und darüber hinaus die Intubationsraten im Kreißsaal sowie die Inzidenz für eine Lungenschädigung senkt.13–15  

Gibt ungeachtet der Erfahrung des Anwenders einen gleichbleibenden Druck ab

Die Leistung des Anwenders mit verschiedenen Erstversorgungssystemen wurde in Studien erforscht und verglichen.

In Simulationen mit Erstversorgungssystemen wurde festgestellt, dass die Erfahrung und Ausbildung des Anwenders den während der Erstversorgung abgegebenen Druck nicht beeinflussten, wenn ein Perivent T-Stück-Erstversorgungssystem von Fisher & Paykel Healthcare verwendet wurde. Darüber hinaus wurde Anwendern ohne spezifische  Ausbildung in der manuellen Beatmung die Verwendung des Geräts mit T-Stück empfohlen, um einen übermäßigen PIP und ein zu hohes Tidalvolumen zu vermeiden.1,2 

Grafik zu Hypothermie-Normothermie

Ein Erstversorgungssystem mit T-Stück und Erwärmung und Befeuchtung fördert Normothermie

Neugeborene sind unmittelbar nach der Geburt einem Wärmeverlust ausgesetzt.

In einer Meta-Analyse wurde festgestellt, dass die Verwendung eines Erstversorgungssystems mit T-Stück und Erwärmung und Befeuchtung im Kreißsaal  gegenüber der Verwendung von  kaltem und trockenem  Gas zu einer signifikant größeren Anzahl an Säuglingen mit  Normothermie  bei der Aufnahme auf die Neugeborenen-Intensivstation führt.6 Normothermie  wird  definiert als  rektale Temperatur zwischen 36,5  C und 37,5 C. 

Die Anwendung von erwärmtem  Gas während der Stabilisierung  im Kreißsaal  senkt zudem deutlich die Rate von moderater Hypothermie bei der Aufnahme auf die Neugeborenen-Intensivstation – ohne erhöhtes Risiko für Hyperthermie.7